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Miteinander reden, füreinander da sein
- Montagsrunde seit zwanzig Jahren aktiv-
Die Mitglieder der Montagsrunde, die sich einmal monatlich in den
Barkenholmer "Jägerstuben" treffen, haben sich einen bemerkenswerten
Leitspruch auf die Fahnen geschrieben: "Miteinander reden, aufeinander
hören, füreinander da sein, einander trösten und gern beieinander sein".
Dieses Motto funktioniert seit nunmehr zwanzig Jahren so gut, dass bis
heute niemand ohne triftigen Grund der Runde fernbleiben möchte. "Alle
Gründungsmitglieder, sofern sie nicht inzwischen verstorben oder krank
geworden sind, sind immer noch mit viel Freude dabei. Doch auch neue
Gesichter sind uns stets willkommen", betont die Leiterin Helene Sühlsen.
Stolz ist sie auf die recht konstante Teilnehmerzahl von rund 25 Frauen,
- und das in einem 200-Seelen-Dorf.
Wie vor zwanzig Jahren alles begonnen hat, ist schnell erzählt: Helene
Sühlsen war Vertrauensfrau beim Landfrauenverein und sollte mit
Barkenholmer Frauen einen Osterbasar vorbereiten. Das geschah in so
lustiger Runde, dass Hilde Klump damals anregte, solche Treffen öfter zu
organisieren. Gesagt - getan, und von Else Dreessen kam der Verschlag,
die am 2. Februar 1987 ins Leben gerufene Zusammenkunft der Frauen
"Montagsrunde" zu nennen. "Denn beispielsweise bei Seniorennachmittag
oder Altentreff fühlte sich niemand von uns angesprochen", schmunzelt
jetzt die Ideengeberin. Helene Sühlsen legt dar, warum ihr dieser Treff
damals wie heute so wichtig ist: "Wer wie ich etwas außerhalb des
Dorfkerns wohnt, weiß wenig vom Dorfgeschehen, kennt nicht viele
Einwohner und genießt jetzt immer die vertraute Gesellschaft". Darüber
hinaus sei es auch für Neubürger eine ideale Gelegenheit, Anschluss zu
finden.
Die erste Aktion der Montagsrunde wurde gleich zu einem ungeahnten
Erfolg: Das Barkenholmer Backbuch, in dem viele überlieferte und
erprobte Rezepte festgehalten sind. Die 6000 Exemplare waren schnell
vergriffen.
"Wir denken gern an die Vergangenheit zurück, sind aber auch offen für
Neues. So haben wir schon etliche interessante Leute zu uns eingeladen,
die uns beispielsweise Wissenswertes über soziale Einrichtungen, Recht
im Alltag oder die Währungsumstellung vermittelt haben", zeigt Sühlsen
auf. Wichtig sei ihr auch, dass man sich im Bedarfsfall umeinander
kümmere. Die 92-jährige, äußerst rüstige Marianne Kruse verrät: "Die
Runde bereichert mich einfach. Mir gefällt, dass wir nicht nur in
gemütlicher Runde Kaffee trinken und Karten spielen. Wir schnacken viel
miteinander und nehmen immer etwas Wichtiges zum Nachdenken mit nach
Hause. Außerdem ist es für uns Ältere ein echter Gewinn, hier mit viel
jüngeren Frauen zusammenzukommen". Gaby Schütze

Foto: An jedem 1. Montag im Monat kommt die "Montagsrunde" zusammen.
siehe auch: Der Frauenstammtisch
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